Die Fujara ist das grösste Instrument aus der Familie der Kantenflöten und stammt aus der Slowakei.
Je nach Stimmung kann sie eine länge bis zu zwei Meter erreichen.
Obertonflöten finden sich in allen Gebieten der Slowakei und sind eng mit dem Hirtentum und der Sennerei verbunden, die sich zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert entwickelt haben.
Neben der Fujara gibt es noch die Sechsgrifflochflöte (Šestierkové Pistalky), die Doppelflöte (Dvojacka) sowie der Obertonflöte ohne Grifflöcher (Koncovka).
Die genaue Zeit der Entstehung lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Die ältesten schriftlichen Notizen über die Fujara sind aus dem 17. Jahrhundert. Die Vorgängerin der Fujara war vermutlich eine Dreigrifflochflöte. Durch die allmähliche Verlängerung (um einen tiefen melancholischen Klang zu erreichen) gelangte sie zu einer Länge, dass der Spieler die Grifflöcher nicht mehr erreichen konnte. Hier löste der Fujarabauer das Problem durch das zufügen eines Luftleitungsrohr.
Unterschiedliche Töne entstehen durch das öffnen bzw. schliessen der drei Grifflöcher sowie durch, das für Obertonflöten typische, Überblasen.