Das Bukkehorn


Das Bukkehorn ist ein Blasinstrument aus Ziegenhorn und ein traditionelles Instrument der Hirten in Norwegen. Es gibt zwei Haupttypen: das Trompetenhorn, bei dem der Ton durch Lippenvibrationen erzeugt wird, und das Rohrblatthorn, das ein Rohrblatt besitzt und einer Klarinette ähnelt.

 

Das Trompetenhorn war vorwiegend in Westnorwegen und Teilen Ostnorwegens verbreitet, während das Rohrblatthorn in Trøndelag, Gudbrandsdalen und Hedmark gespielt wurde.

 

Es gehörte nachweislich schon in der Steinzeit zur Grundausrüstung der Hirten. Vorwiegend diente es als Abschreckungs- und Signalinstrument und war dadurch in erster Linie ein praktisches Werkzeug. Frühe Spuren des Bukkehorns als Musikinstrument lassen sich bis in die Bronzezeit zurückverfolgen.

Durch das spätere hinzufügen von Grifflöchern konnten nicht nur Signale sondern auch Melodien gespielt werden.

 

Das Bukkehorn gehörte lange Zeit zur Bergweide- und Hirtenkultur Norwegens. Mit dem Rückgang der traditionellen Sommerlandwirtschaft und der fast vollständigen Ausrottung von Wölfen und Bären verschwand auch der Bedarf an Hirten und Mägden. Ihre Musik und Instrumente haben nun neue Anwendungsgebiete gefunden.

 

Quelle: Blåsemaker Grønnesby, Oslo, Norwegen